Freude, Trauer, Angst und Ärger – die Vermittlung von Emotionen ist ein wesentliches Merkmal sozialer Roboter. Mittels Emotionen können interne Zustände und Verhaltensweisen in einem Format kommuniziert werden, die jeder Mensch intuitiv verstehen kann. Humanoide Roboter können dabei auf Signale wie Gesichtsausdrücke oder Sprache zurückgreifen. Roboter wie Jibo oder Baxter hingegen verfügen nicht über solche menschlichen Kommunikationskanäle. Über welche Kanäle können solche im Erscheinungsbild eingeschränkten Roboter Emotionen kommunizieren?

Wie von Löffler et al. 2018 berichtet, verfügen die meisten Roboter, humanoide und nicht-humanoide, über die Möglichkeit, farbiges Licht anzuzeigen, Bewegungen auf einer zweidimensionalen Ebene durchzuführen, und Töne abzuspielen.

In einer umfassenden Nutzerstudie wurde ermittelt, welche Kombinationen aus Farben, Bewegungen und Tönen sich am besten eignen, die vier Basisemotionen Freude, Trauer, Angst und Ärger zu vermitteln. Basierend auf sogenannten Emotionsmetaphern wurden dafür Varianten erstellt und von Personen in Bezug auf deren Güte bewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass die vier Emotionen am besten durch eine Kombination aus Farbe und Bewegung dargestellt werden. Für Einzelemotionen zeigte sich, dass Freude am besten durch Farbe und Bewegung, Trauer durch Ton, Angst durch Bewegung und Ärger durch Farbe ausgedrückt wird.